Das
Modell :
Der nur noch
schwer erhältliche Bausatz der untergegangenen deutschen Marke Fine Scale Factory
in 1/72 besteht aus Resin-und Weißmetallteilen. Die Trittbretter und Pritsche
sind aus sehr dünnem Gießharz gegossen. Dabei weist die Pritsche eine sehr filigrane
Holzstruktur auf. Das Fahrwerk und die Kettenantriebe sind aus Metall gegossen
und eher grob detailliert. Nach dem Zusammenbau der Fahrerfigur aus Preiser- und
Airfixteilen stand das Verglasen des Fahrerhauses mit durchsichtigem Plastiksheet
auf dem Programm. Hier und am Kühler musste ich wegen Verzugs viel spachteln.
Da eine typische vordere Feder fehlte, musste ich sie aus Plastiksheet nachbauen.
Da aus Versehen nur ein kleines Vorderrad (aber dafür fünf große Hinterräder)
vorhanden war, griff ich zur Grabbelkiste und wurde bei den Teilen des Mack Bulldog
Lkw von RPM fündig. Sie kommen außerdem dem Originalrad wesentlich näher. Die
Trittbretter habe ich um ein Drittel gekürzt, da sie mir zu lang erschienen. Auf
dem Dach des Fahrerhauses habe ich eine Halterung für das Nummernschild ergänzt.
An den Kühler kam noch ein ovales Opel-Firmenschild. An der rechten Seite des
Fahrerhause ergänzte ich eine Hupe, die ich mir über einer Kerze zurechtbog. An
die linke Frontseite der Kabine kam noch eine kleine Lampe. Ein Drahtstift am
Ende der Ladefläche stützt wie beim Original den Flugzeugrumpf. Auf dem vorderen
Teil der Pritsche klebte ich ein Ölfaß und zwei Mann Bodenpersonal (von Hät und
MGM) in ihren schwarz eingefärbten Uniformen fest. Beim alten Flugzeugkit von
Airfix ließ ich von der unteren Tragfläche nur ein kleines Stück stehen. Das Höhenruder
entfiel komplett. Da kein Pilotensitz vorhanden war und ich keine Ahnung habe,
wie er aussah, habe ich das Cockpit kuzerhand mit einer Regenplane aus Taschentuch
abgedeckt. Wie beim Orginal spannte ich zwei Zugseile zwischen Fahrgestell und
Lkw. Die beiden Reichsadler und das Nummernschild entnahm ich einem Abziehbilder-satz
von Black Lion Decals. Zur Gestaltung des Straßenplasters griff ich auf ein übrig
gebliebenes Vacuteil von Remi zurück. Aus Geländebaumörtel entstanden die beiden
seitlichen Ränder. In die noch feuchte Masse drückte ich eine kleine Hecke und
den bayrischen Dragoner von Strelets, dessen Pferd gerade zu scheuen beginnt.
Auf der rechten Seite befestigte ich ein Hinweisschild in zeitgenössischer gotischer
Schrift. Eine Amsel, die vor dem Verkehrslärm flüchtet, vollendet die Szene.