Überraschung
Ein Kleindiorama aus dem 1. Weltkrieg

Das Vorbild:
Vom 25. bis 30. August 1914 tobte in Ostpreußen zwischen deutschen und russischen Truppen die Schlacht von Tannenberg. Einer deutschen Husarenpatrouille ist es gelungen, eine feindliche Batterie mit 7,62 cm Feldkanonen Putilow von hinten anzugreifen.

Das Modell :
Der Plastikbausatz von ACE in 1/72 ist ein typisches Shortrunmodell. Da das Material sehr weich ist, ist Vorsicht beim Säubern z.B. der Sitze angesagt. Aus dünnem Draht habe ich die Halterungen des Schutzschildes ergänzt. Aus demselben Material fertigte ich die seitlichen Schutzbügel an der mitgelieferten Protze. Links und rechts neben der Deichsel befestigte ich zwei Ösen aus Plastik zum Anschirren der Pferde. Im Karton sind dankenswerterweise auch mehrere Granaten enthalten, die auf einer Decke aus Alufolie landeten. Der Untergrund des Dioramas entstand aus langsam trocknendem Geländebaumörtel. Mit einem Gußast habe ich tiefe Furchen gezogen, die das Abprotzen und Instellunggehen des Geschützes hervorgerufen hat. Die meisten russischen Artilleristen, die noch ihre grünen Vorkriegshosen tragen, entstammen dem Set von Hät. Der sitzende Richtkanonier entstand im Eigenbau. Zwei weitere Figuren gehören zum Pilotenset von Orion. Dabei tauschte ein kniender Bordmechaniker seine Fliegerbombe gegen eine simple Granate. Das Feldtelefon des Beobachters erhielt ein langes Kabel aus Nähgarn. Die beiden deutschen Husaren samt Pferden stammen unverändert aus der Strelets-Schachtel.

Fazit:
Es handelt sich um ein gutes, filigranes Artilleriemodell aus einer Epoche, die letztendlich das Ende der Kavallerie einläutete.

Literatur:
Fotos über die Putilow sind nur über viele Bücher zerstreut zu finden.
Sehr hilfreich für die Figurenbemalung waren:
The German Army 1914-18 (Osprey Men-at-Arms 80)
The Russian Army 1914-18 (Osprey Men-at-Arms 364)

(c) Jörg Schneider IMM 279