| Das
Modell: Das Revellmodell enthält eine Menge sauber
gegossener Teile, für deren Zusammenbau man sich aber genügend Zeit lassen sollte.
Die Bauanleitung beinhaltet einen gravierenden Fehler. Der Bauabschnitt 10 (Benzintank
und Reserveradhalterung) sollte erst nach der Montage der Räder erfolgen. Das
Ganze muß nämlich 3-4 mm nach hinten verschoben werden, sonst gibt es bei der
Montage der Räder und Kotflügel der Zugmaschine arge Probleme. In der Kabine wurden
- wie beim Original - die beiden mittleren Sitze weggelassen. Den erhabenen Schriftzug
Faun an der Frontseite feilte ich weg. Anschließend wurde das Fahrerhaus mit Plastiksheet
ummantelt. Die jetzt wesentlich kleineren Scheiben färbte ich mittels eines Tupfers
vorsichtig mit grüner Transparentfarbe (z.B. Gunze-Sanyo H 94) ein, um das Panzerglas
zu simulieren. Fahrer und Mg-Schütze entstanden im Eigenbau auf Basis der Bundeswehrfiguren
von MIG. Da im Bausatz Drehringlafette und Fla-Mg fehlen, überarbeitete ich ein
entsprechendes Teil vom Leopard I bzw. wurde in der Grabbelkiste bei Hasegawa
fündig. Der asymmetrische Schutzschild entstand wieder aus Plastiksheet. Ergänzt
habe ich einen Benzinkanister über dem zweiten Rad links und Seile mit Schekeln
an den hinteren Seilwinden. Das schwere Ladegut wurde original verzurrt: vorne
mithilfe der mitgelieferten Schnellverzurrung (die durch gezogene Plastikrohre
verlängert werden mußten) und hinten durch Verlinden-Ketten im kleinen Maßstab.
Bei der Bemalung ist zu beachten, dass die teilgepanzerte Kabine - bis auf die
Stoßstange - nur einfarbig grün gestrichen wurde. Mit schwarzen Decals stellte
ich den Firmennamen FAUN an der Motorhaube wieder her. Die SFOR-Abziehbilder und
gelben Koalitionswinkel entnahm ich der Grabbelkiste. Über das Frontfenster gehört
ein Spitzname in weiß, hier TESSA. An der linken Seite ergänzte ich eine deutsche
Flagge aus Alufolie. |
Fazit: Es
hat Spaß gemacht, dieses außergewöhnliche Duo nach Fotos zu bauen, aber die Bauzeit
betrug mehrere Monate. Es ist zudem kein billiges Vergnügen: ohne Figuren sind
es ca. 60 Euro. Wer noch mehr ausgeben möchte, kann noch auf einen Ätzteilsatz
für 25 Euro zurückgreifen. Wer es eilig hat, sollte sich also lieber für die normale
Version des Elefant und einfacheres Ladegut (bitte kein Leopard 2 wie auf dem
Deckelbild) entscheiden. Literatur
Zwei Artikel von Jochen Vollert in der längst vergriffenen Zeitschrift "The Military
Machine" Nr. 2 und 3 Vollert, Jochen: Die Panzertransporter der Bundeswehr
(Fahrzeugprofile 17) Spurny, Josef/ Martinec, Jan: Bundeswehr Tank Transporters
in detail (WWP 10), Prag 2005 Nicht ganz billig, aber das non plus ultra für
den Dachs: Shackleton, Michael: Leopard Trilogy volume 2, Special purpose
variants, Tiptree 2003
Jörg Schneider (IMM 279) |