Der T 34/85, Modell 1944 von Dragon

Zu Beginn sein gesagt, dasss ich seit langem nicht mehr so produktiv war wie in diesem Jahr. Zum einen mag das an den vielen guten Modellen liegen die auf den Markt kommen, zumanderen könntes es aber auch an der Stimme in meine Kopf liegen die ständig sagt: "Baue Modelle Dirk, Maßstab 1/72 ... 1/72 ... 1/72..."

Scherz beiseite, nach einigen Zeit der Abstinenz habe ich wieder Blut geleckt. Ich möchte Euch an den Erfahrungen und Erlebnissen beim Bau dieses Modell teilhaben lassen.

Ich glaube über den T 34/85 (ist kein Getränk für das die Engländer bekannt sind) brauche ich nichts zu sagen, der sollte hinlänglich bekannt sein.

Zusammengebaut wurde das Fahrzeug nach Bauanleitung. Zuvor wurden aber die Lauf- und Antriebsrollen erst einmal aufgebohrt. Eine richtige sch.... Arbeit. Die Ätzteile für die Motorabdeckung waren sehr wiederspenstig und es Bedarf etwas "Überredungskunst" sie an die richtige Stelle zu platzieren. Am Turm bereiteten mir die beiden seitlichen Teile neben der Kanone etwas Sorgen, hier musste als einziges etwas nachgespachtelt werden. Auf die Handgriffe aus Plastik habe ich verzichtet, nachdem mir beim heraustrennen aus dem Gustast die ersten drei zerbrochen sind und zwei weitere beim glattschleifen. Hier ist die Eigenproduktion aus Draht deutlich besser. Die hintere Kettenabdeckung fiel dem Cutter zum Opfer und wurde durch Bleifolie ersetzt die dann noch verbogen wurde. Ansonsten habe ich das Modell so belassen, daher dauerte der Zusammenbau auch nur zwei Tage. Für die Bemalung habe ich welchen Farbton gewählt, na jetzt dürft Ihr dreimal raten .... natürlich grün. Nach Trocknung gings ans waschen und spülen ähm nein washen und altern, das andere war in der Küche als Sklavendienst. Bei den Zusatztanks habe ich mal etwas neues ausprobiert, dass ich in einem Modellbauer-Anleitungsbuch gelesen habe. Um die Verschmutzung durch den Diesel darzustellen wurden rund um die Öfffnung mit aufgehellter Grundfarbe ungleichmäßig herum gemalt und diese Stelle dann mit Ölfarbe (sienna gebrannt) wieder übergepinselt. Das Ergebnis finde ich ganz OK.


Die Gesamtansicht von vorne


Eine Ausschnittsvergrößerung


Die Ruine im Rohbau

 


Die Ansicht von hinten

 

Die Ruine entstand als Eigenkreation aus Styrodur (schreibt man das so? Ist diese kommisch blaue Zeugs etwas fester als Styrophor). Nachdem die Fenster vorsichtig herrausgetrennt waren, habe ich aus Pappe ein paar Fensterstürze erstellt. Anschliesen wurde vorsichtig das Steinmuster in die Oberfläche geritzt. Leider bin ich dabei ein paar mal aus der Spur gekommen so das manche Steine etwas kleiner sind als die anderen (Schweinestallmauerung musste ich mir auf einem Treffen des PMC Münster anhören. Danke Jungs, wer solche Modellbaukolllegen hat, braucht keine Feinde mehr). War zwar eine langwierige Angelegenheit, aber ich bin mit dem Ergebnis (auch wenn es überheblich klingen mag) ganz zufrieden. Ich muss sagen der Workshop von Frank auf dem Regio 4 Treffen hat schon was gebracht. Achja bemalt habe ich das ja auch noch mit einer Mischung aus roter, weißer und schwarzer Ölfarbe mit dem ich einigermaßen den gewünschten Ziegelton hatte. Um dem ganzen dann noch etwas Tiefe zu verleihen wurden die Fugen mit grauer Ölfarbe dargestellt. Als Abschluss noch ein paar Ziegel etwas schwärzen und oder aufhellen - fettich. Die Umrandung wurde in grau bemalt und anschließen schwarz gewasht. Ganz zum Schluss habe ich Fenster aus Evergreenprofilen und durchsichtiger Folie erstellt, eingeklebt und dann Bruchschäden mit der Bohrmaschine herreingefräst. Der Schutt sind einfach mehrere Stücke aus einer Aluschale meines Haus- und Hoflieferanten für chinesisches Essen (einmal Menü Nr. 14 bitte) das in die gewünschte Form gebracht wurde. Mit Ölfarbe überzogen und anschliesend mit ganz, ganz viel Pastelkreide darüber. (Memo an mich: neue Pastelkreide kaufen!!!) Noch ein paar Streichhölzer, die im Vorfeld schon bemalt und gealtert wurden, hinein gesteckt und schon wars das. Das Kopfsteinpflaster ist Molto,in welches nach der Trockung die Struktur eingefräst wurde. Anschließend einfach grau bemalt, verdünnte schwarze Farbe reinlaufen lassen und dann mit hellgrau und weiß trockenbemalt.

Da ich den Panzer mit aufgesessener Infanterie darstellen wollte, kam mit der Satz von Preiser nur zu gute. Sehr schöne Figuren mit guter Detalierung und sehr schönem Zubehör. Nachdem ich mich für eine kleine Auswahl entschieden hatte, ging es ans grundieren, bemalen und schattieren. Da die Szene nur mit dem Panzer und der aufg. Inf. etwas "nackt" wirkte wurden spontan noch etwas Zubehör und noch zwei Esci Russen plaziert.

Subsummierend sei gesagt, kein besonderer Bausatz dafür gibt es schon zuviele T-34, aber dennoch auch keiner bei dem der Daumen nach unten zeigen müsste.

Habe schon das nächste Mini-Dio in Arbeit und hoffe Euch bald davon berichten zu dürfen. Achja Ihr könnt auch ruhig einen Baubericht schreiben. Ich, und ich glaube auch alle anderen, freuen sich auf neue Modelle und Bauberichte.

Dirk IMM 1998 206

Literatur:
Osprey - New Vanguard No. 20 - T-34-85 Medium Tank 1944 - 1994
Osprey Men-At-Arms No. 26 - The red army of the great patriotic War 1941-5
Europa Militaria # 15 - Die rote Armee - Uniformen in Farbe

P.S. entschuldigt die Teilweise schlechte Bildqualität, ich musste mit einer Leihkamera arbeiten.

(c) Dirk IMM 1998 206