Es
war nur eine Frage der Zeit, bis ich meine Urlaubseindrücke aus der Normandie
Modellbautechnisch umsetze. Nach zwei zeitintensiven Großprojekten sollte dieses
dann kleinere Dio aber den schnellen Spaß aus der Box bringen. Der Panther G mit
Besatzung von Dragon hat es.
Der Panther G
Zwischenzeitlich bringt die Firma Dragon immer wieder bereits vor geraumer Zeit
erschienende Bausätze als Kombipackung mit Figuren neu auf den Markt. So auch
beim Panther G mit Zimmerit der bereits 2006 erstmals erschienen ist. Zum Modell
an sich gibt es nicht viel zu sagen, ist in sich stimmig. Der Zusammenbau erfolgte
in drei Baugruppen Ober- und Unterwanne, sowie den Turm. Beim anbringen der Laufrollen
muss etwas aufgepasst werden. Hier empfiehlt es sich zunächst die Inneren und
dann die äußeren anzubringen. Ansonsten geht alles gut von der Hand. Nach der
Grundierung in gelb entschied ich mich für das in der Bauanleitung sowie in einem
polnischen Heft angegebenen und der LAH für Juni 1944 zugeordnete Tarnmuster.
Dann folgte eine Fixierung mit glänzendem Klarlack. Diesem folgte ein Washing
über alles und dann ein aufhellen. Nach der Bemalung des Zubehörs und der Verfeinerung
mit Pigmenten wurde alles mit mattem Klarlack versiegelt. |
Die
Figuren Die in der Packung enthaltenen Figuren sind vermutlich aus dem
Maßstab 1/35 herunter skaliert. Sie bestehen aus jeweils 6 Bauteilen und bieten
noch gewisse Darstellungsmöglichkeiten. Das Zubehör aus Brotbeutel, Spaten und
Sonstigem ist reichlich vorhanden und kann gut für andere Projekte als Beiwerk
dienen. Die Figs haben eine schöne und gelungene Detaillierung. Nach der Grundierung
in weiß, folgte die übliche Bemalung mit Emaile-, Acryl- und Ölfarben sowie die
bekannten Schattierungen. |
Die
Bodenplatte Aus dem Baumarkt erstand ich eine 1 Meter lange Zierleiste.
Mittels einer Gehrungssäge und einer alten Schrankrückwand entstand die Basis.
Diese wurde, um Höhen und Tiefen darzustellen, mit Styropor ausgelegt. Auf diese
kam meine Universal-Allzweckbodenmasse Molto. Nach der fast üblichen Strukturgebung
mittels einer Zahnbürste, musste alles erst einmal gut trocknen. Nachdem dies
geschehen war, konnte die Bemalung beginnen. Eine Mischung aus roter und schwarzer
Farbe bildete die Basis. Zum Aufhellen verwendete ich einen Sand- und zwei Grautöne
im Trockenmalverfahren. Die Straße aus Kopfsteinpflaster entstand aus Magic Sculp,
welches in einer ganz dünnen Schicht aufgetragen wurde. Die Oberfläche wurde dann
mit 60er Schmiergelpapier aufgeraut. Mittels, eines aus einer Stecknadel und eines
alten Pinsels selbst erstellten Gravierwerkzeug, wurde die Kopfsteinstruktur eingraviert.
Nach der ersten Bemalung in grau wurden verschiedene Steine andersfarbig bemalt
um dem ganzen eine gewisse Eintönigkeit zu nehmen. Dann ein Washing in schwarz
und Aufhellen in hellem grau. Um die für die Normandie typischen Heckenlandschaften
darzustellen griff ich auf die Baum-, Sträucher- und Begrünungspalette von verschiedenen
Herstellern bzw. bei Spaziergängen gesammelte Gräser und Moose zurück. Diese wurden
nach gut dünken arrangiert bis eine Heckenlandschaft entstand. Wie bekannt sein
dürfte, bin ich was das aufstellen von Statikgras mittels der Flasche angeht,
eine besagte. Also war auch bei diesem Dio die Leim/Pinzetten Methode gefragt.
Zum Schluss den Panther und die Figuren auf das Dio geklebt und die Arbeiten waren
abgeschlossen.
Da bis auf die Landschaftsgestaltung alles Out of the Box kam, sogar den Titel
habe ich von der Verpackung übernommen, war alles nach ca. 6 Wochen fertig. Das
nächste Normandie Diorama ist bereits in Arbeit. Über die Entstehung und das Ergebnis
werde ich berichten. |