Zunächst
einmal muss ich mich selber Lügen strafen, sollte mein nächstes Dio doch kleiner
werden. Aber im Leben kommt es erstens anders und zweites als man denkt. Geschichtlich
ist mein Diorama im Monat Mai 1943, kurz vor der deutschen Sommeroffensive angesiedelt.
Nach der im März beendeten Winteroffensive der russischen Armee kehrt bis zum
Beginn der immer wieder verschobenen Kursk Offensive eine gewisse Ruhe an der
Front ein. Man beschränkte sich auf Aufklä-rungsmissionen und Auffrischung der
Truppen. Das
Sd.Kfz. 251/1 Die Firma Dragon hat im vergangenen Jahr den Markt um viele
Varianten der 251-Reihe bereichert und damit für würdigen Ersatz der bisher verfügbaren
Modelle gesorgt. Zwar ist das Modell nicht ganz Stimmig, im Großen und Ganzen
aber absolut verwendbar. Der Zusammenbau der Baugruppen ging anhand der hervorragenden
Bauanleitung gut von der Hand. Beim lösen der Bauteile vom Gußast sollte man aber
Vorsicht wallten lassen, damit die vielen, sehr filigran gespritzten Teile keinen
Schaden nehmen. Um den späteren Lackiervorgang zu erleichtern, habe ich mich ür
die Aufteilung in zwei Baugruppen (ober- und Unterwanne) entschieden. Nach der
ersten Schicht Farbe wurden dann beide verheiratet. Nun folgte eine zweite Schickt.
Nachdem diese gut getrocknet war, folgte ein erstes versiegeln mit glänzendem
Klarlack. Nachdem üblichem Washing mit stark verdünnter schwarzer Farbe folgte
das aufhellen mittels Ölfarben. Abschließend noch die Bearbeitung mit diversem
Pigmenten, dann konnte die letzte Versiegelung mit mattem Klarlack folgen.
Der Opel Blitz, 3to Um das Auffrischen der Truppe darzustellen eignet
sich natürlich eine entlade Szene besonders gut. Da der LKW durch die Scheune
gänzlich verdeckt werden würde, entschied ich mich für einen alten Opel Blitz
Bausatz von Esci. Dieser müsset ja bei einer "normalen" Verwendung stark umgebaut
werden, so aber konnte er einfach nur zusammengebaut werden und ehrlich gesagt
war mir der Truck von Academy hierfür zu Schade. Nach der Lackierung in gelb erfolgte
ein Washing mittels schwarzer Farbe und dann ein aufhellen durch Ölfarben. |
Die
Figuren Die Figuren stammen aus dem Sortiment der Firma Preiser, darüber
hinaus kamen noch welche von der Firma Preiser und dann noch welche von Preiser.
Wie Ihr seht, habe ich es mir bei der Auswahl echt schwer gemacht. ;o) OK die
Schweine und Hühner stammen von Pegasus. Die Bemalung der Figuren erfolgte mit
Emaile-, Acryl- und Ölfarben. Nach der Grundierung in weiß wurden zunächst die
Hautpartien mit Ölfarben (Sienna gebrannt) bemalt. Nach dem abdunkeln mit Vandykbraun
erfolgte das aufhellen mit einer Mischung aus Sienna natur, Sienna gebrannt und
weiß. Die Uniformen und Ausrüstungsgegenstände wurden nach dem gleichen Prinzip
bemalt, Grundfarbe, dann abdunkeln und aufhellen. Das Zubehör stammt zum größten
Teil aus der Grabbelkiste bzw. die Fässer und Benzinkanister aus dem Sortiment
der Firma Attack.
Die Bodenplatte Die Häuser stammen aus dem Programm der Firma Pegasus.
Die 8. bzw. 12 Teile aneinander zu bekom-men dürfte niemanden vor große Schwierigkeiten
stellen. Die Struktur der Häuser ist recht ansehnlich auch das Reetdach ist bereits
dargestellt. Da mir dies aber nicht ganz zusagte, entschloss ich mich diese neu
zu gestalten. Zurechtgeschnittenes Schilfgras der Firma Busch wurde einfach auf
das Dach geklebt und zwar von unten nach oben. Nach einer abschließenden Bemalung
war ich mit dem Ergebnis doch recht zufrieden. Die Scheune entstand einfach freehand
aus diversen Hölzern und das Dach aus dem Busch-Schilf. Wie gut, dass man einen
Tischler in er Familie hat. Der fertigt einem bei Bedarf die schönsten Platten
in der gewünschten Größe für gar kein Geld an. So auch in diesem Fall. Ich durfte
anschließend nur noch beizen und mit Klarlack überziehen. Nach einer groben Vorplanung
und Stellprobe folgte ein Überzug der gesamten Basis mit Molto Holzreparaturspachtel.
In diese wurde mit Hilfe einer Zahnbürste Struktur ein.... tja wie sagt man das
jetzt? Gebürstet? Die Häuser wurden dann an die vorgesehenen Plätze in die noch
feuchte Masse gedrückt und wieder herausgenommen. Dies dient dazu, später die
Häuser richtig zu platzieren und unnötiges nacharbeiten des Boden zu vermeiden.
Nach ausreichender Trocknung erfolgt die erste Bemalung mit einer Mischung aus
rot und schwarz. Das Trockenmalen erfolgte in drei Stufen Gelb von dunkel bis
hell. Nachdem alles gut getrocknet war kamen die Häuser an Ihren Platz. Nun ging
es an die Begrünung. Aus zwei verschiedenen Packungen Statikgras mischte ich mir
einen Farbton der mir ganz gut gefiel. Da ich zu blöd bin mit der Noch Statikgrasflasche
umzugehen, bei mir will das Zeugs einfach nicht aufrecht stehen, habe ich in zwei
Tage mühevoller Arbeit meinen Rasen eben mit der Pinzette aufgebracht. Immer ein
bisschen Leim und dann ein Büschel Gras und dann wieder Leim und das Büschel Gras
usw. Warum noch keiner Rollrasen für den Modellbau erfunden hat ist mir schleierhaft!
Damit die Fläche nicht zu eintönig wird, habe ich hier und da noch die Kaltbüsche
der Firma Mini Natur und in kleine Stücke gerissene Grasmatte der Firma Noch verwendet.
Um dem ganzen noch mehr Tiefe zu geben, wurde nun der Rasen gemäht. Ein altes
Haarschneidegerät leistet hier gute Dienste. Dann noch ein paar Blumen (Sortiment
der Firmen Mini Natur und Busch) und die vorbereiteten Bäume drauf, und fertig
war das Dio. Die Bäume sind übrigens aus Zinn von Woodland und na ja sagen wir
es mal vorsichtig -SCHEIßE-.
Dann die Fahrzeuge, Figuren und ein paar Accessoires platziert und fertig isses.
Die Bauzeit betrug ungefähr ein halbes Jahr. |